Summer of '84

Summer of '84

Thriller / Drama

USA / Kanada 2018 E/d 105min

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Die vier Freunde Davey (Graham Verchere), Tommy (Judah Lewis), Dale (Caleb Emery) und Curtis (Cory Gruter-Andrew) schlagen die Zeit im titelgebenden Sommer 1984 tot. Auf der Suche nach einem Abenteuer werden sie schnell fündig. Schon seit Jahren verschwinden immer wieder Jugendliche in der Region. Davey hält seinen Nachbarn, den Polizisten Wayne Mackey (Rich Sommer), für den verantwortlichen Serienkiller. Die Teenager beginnen ihn zu beschatten. Sind ihre Beweise wirklich überzeugend oder ist das Ganze nur überbordende jugendliche Fantasie? So oder so wird dieser Sommer ihr Leben für immer verändern.

 

Die Vorbilder des Films sind in jeder Szene zu erkennen, wenn sie nicht sogar direkt zitiert werden. Als Davey die Kamera seines Journalisten-Vaters nicht ausleihen darf, beklagt er: „So werde ich niemals der nächste Spielberg.“ Die Gespräche der Jugendlichen drehen sich um „Star Wars“, „Gremlins“ und „Poltergeist“. Sie lesen die Kriminalromane der „Hardy Boys“ und leben in einem ordentlichen Vorort, der auch direkt aus Joe Dantes „Meine Teuflischen Nachbarn“ stammen könnte. Ihre Gruppendynamik bewegt sich irgendwo zwischen „Stand By Me“ und „Die Goonies“.

Dabei ist fast nie ein Augenzwinkern zu erkennen. Um einen ironischen Blick auf das Kino vergangener Tage geht es den Regisseuren nicht. Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung. Nur in einer einzigen kurzen Sequenz veralbern die Teenager altbackene Filmdramaturgien, ansonsten begegnet „Summer Of 84“ seinem Thema mit grosser Aufrichtigkeit. Das ist in einer Kinolandschaft voll von hipper Ironie sicher lobenswert, lässt aber auch nach dem Zweck der gesamten Unternehmung fragen. Wenn man seine Quellen nicht parodiert, persifliert, variiert oder hinterfragt, also keinen neuen Blick entwickelt, wieso dann Bekanntes wiederholen?

Einige der Horror-Szenen gegen Ende des Films sind spannend aufgebaut. Die letzten Eskalationen verlassen sich ein wenig zu stark auf Drehbuchkniffe, sind aber überraschend konsequent. Ihre technischen Fähigkeiten kann man dem Regie-Kollektiv nur schwerlich absprechen. Das wurde schon beim gelungeneren Vorgängerfilm „Turbo Kid“ deutlich.

filmstarts.de