Ruben Brandt, Collector

Animation

Ungarn 2018 E/d 96min

Der bekannte Psychotherapeut Ruben Brandt sieht sich gezwungen, 13 Kunstwerke zu entwenden, die zu den renommiertesten der Welt zählen, um die schrecklichen Albträume loszuwerden, die ihn verfolgen. Begleitet von vier seiner Patienten und seinem herausragenden Team, geht er auf Raubzug im Louvre, in der Tate Gallery, im MoMA und im Hermitage-Museum und wird zum berühmtesten Dieb der Welt. Ihm auf den Fersen sind die Polizei ebenso wie Gangster und Kopfjäger, die auf die 100-Millionen-Dollar-Prämie für seine Verhaftung aus sind. Doch Brandt sieht sich vor allem einem ebenbürtigen Gegner gegenüber: Mike Kowalski, einem Privatdetektiv, den die Versicherungsfirmen engagiert haben. Der Film ist eine Hommage an unterschiedliche Malstile, erzählt mit einem Augenzwinkern, was die Psychoanalyse anbelangt.

Zu Hause in seinem luxuriösen Anwesen ist der Psychotherapeut Brandt (Stimme von Iván Kamarás) von lebhaften Alpträumen heimgesucht, in denen ihn Figuren berühmter Gemälde verfolgen. Um die schlechten Träume zu stoppen, schickt Brandt ein Team agiler Diebe, angeführt von einem Parkour-Stuntdouble namens Mimi (Gabriella Hámori), um die beleidigenden Kunstwerke aus Museen auf der ganzen Welt zu stehlen, um seine Wände zu schmücken. Es liegt an Detective Mike Kowalski (Csaba Márton), sie aufzuhalten.

Die Handlung ist eine Entschuldigung für Regisseur Krstic und sein Produktionsteam, um so viele bildnerische und filmische Zitate wie möglich in die Verfolgungsjagd zu packen, sowie einen Hauch von Sex. Brandt, Mimi, Kowalski und der Rest der Charaktere zeigen vage kubistische Physiognomien. Velázquez 'Las Meninas, Warhols Double Elvis und Manets Olympia, neben vielen anderen Hommagen an Eisenstein, Polanski, Coppola und Hitchcock (er erscheint in Cameo als Eiswürfel). Besondere Anerkennung ferdienen die Produktionsentwürfe von Marcell Laszlo. Die klassischen musikalischen Akzente in der Musik von Tibor Cári sind ebenso üppig.

Ein engagierter Kunstliebhaber, der auf unbeschwerten Spass steht, kann Ruben Brandt zwei- oder dreimal anschauen, um alle vorbeiziehenden Riffs zu fangen. Endlos referenziell, mit ununterbrochener Spionagefilmaktion und Auffrischungskurs der Eurokultur, ist Krstics künstlerisches Kapriolenbild eindeutig eine hochkarätige Liebesarbeit. Sehr zu empfehlen.

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