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Hostile

Horror

Frankreich 2017 E/d 83min

Nachdem es zu einer grossen Katastrophe gekommen ist, die die Welt in apokalyptischen Zuständen hinterlassen hat, versuchen die Überlebenden eine neue Zivilisation aufzubauen und kämpfen dennoch jeden Tag ums Überleben. Denn sobald die Sonne untergeht, wird die Oberfläche von tödlichen Kreaturen heimgesucht. Juliette (Brittany Ashworth), eine furchtlose Frau, macht eines Tages jedoch einen dramatischen Fehler und hat einen Unfall, der sie bewegungsunfähig in ihrem Auto einklemmt. Mit gebrochenem Bein muss sie nicht nur gegen Hunger und Durst ankämpfen, sondern bald wohl auch gegen die Kreaturen. Denn die Nacht rückt immer näher.

Juliette (Brittany Ashworth) ist einer der ganz wenigen Menschen, die die Apokalypse überlebt haben. Die gebürtige New Yorkerin, die sich ihren Lebensunterhalt lange Zeit als Dealerin finanziert und sich dann in den wohlhabenden Galeristen Jack (Grégory Fitoussi) verliebt hat, braust nun mit ihrem rostigen Geländewagen auf der Suche nach Benzin und Nahrung durch die Wüste – findet dort aber nur ausgebrannte Jeeps, leerstehende Gebäude und jede Menge Leichen am Strassenrand. Als sie mitten im Nirgendwo einen Fahrfehler begeht und sich ihr Auto überschlägt, bricht sie sich bei dem Unfall das Bein und muss nach einer notdürftigen Verarztung wohl oder übel in dem auf dem Dach liegenden Fahrzeug ausharren, bis die über Funk angeforderte Rettung eintrifft. Die lässt allerdings auf sich warten – und mit Einbruch der Dunkelheit bewahrheitet sich Juliettes Befürchtung, dass sie in der Wildnis nicht alleine ist.

Zwei Handlungsstränge laufen in „Hostile“ auf verschiedenen zeitlichen Ebenen parallel: Da sind zum einen Juliettes folgenschwerer Autounfall und ihr verzweifelter Kampf gegen die höllischen Schmerzen und die deformierten Kreaturen – zum anderen die zeitlich ein paar Monate zuvor angesiedelte Romanze mit dem geduldigen Galeristen Jack, dem eine riesige Wohnung mit beindruckendem Blick auf den Hudson River gehört. Diesen extrem gegensätzlichen Welten gesteht Filmemacher Mathieu Turi in etwa die gleiche Gewichtung zu und so kommt es zum permanenten Wechselspiel aus Spannung und Entspannung: Während sich Juliette in der Gegenwart im fahrunfähigen Jeep vor den angriffslustigen Monstern verbarrikadiert und in bester „127 Hours“-Manier zum Ausharren in der Einöde verdammt ist, erfahren wir durch die Sequenzen in New York eine ganze Menge über ihre Vorgeschichte. Der Charakterzeichnung und dem Mitfiebern mit der Protagonistin ist das unheimlich dienlich.

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