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Laissez bronzer les cadavres

Thriller / Action

Frankreich / Belgien 2017 F/d 90min

Die Insel Korsika ist ein wunderschönes Fleckchen Erde, auf dem man es sich gutgehen lassen kann – erst recht, wenn man in einer Burgruine auf einem Hügel leben kann. Für die Malerin Luce (Elina Löwensohn) und ihrem Liebhaber Bernier (Marc Barbe) ist das die Realität. Wäre da nur nicht der Gangster Rhino (Stéphane Ferrara). Der lebt auch mit ihnen und hat erst kürzlich mit seinen Mitstreitern einen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt, der blutig geendet ist. Nun sind ihnen zwei ganz im schwarzen Leder gekleidete Polizisten mit ihren Motorrädern auf den Fersen. Ihr Aufeinandertreffen ist unvermeidlich und dann kommt es zu einer blutigen Schiesserei, die die ganze Nacht dauern soll.

Das bestimmende Element der Filme von Hélène Cattet und Bruno Forzani ist das (Genre-)Zitat. Schon ihr allseits gefeiertes Debüt „Amer – Die dunkle Seite deiner Träume“ und der noch etwas bessere Nachfolger „The Strange Colour Of Your Body's Tears“ (für uns einer der besten Horrorfilme aller Zeiten) waren vollgestopft mit Verweisen und Anspielungen auf Giallos, diese ganz speziellen, von Exzess, Blut und Sex geprägten italienischen Genrefilme, mit denen Regisseure wie Dario Argento („Rosso – Farbe des Todes“) oder Mario Bava („Blutige Seide“) zu Horrorfilm-Legenden wurden. In „Laissez Bronzer Les Cadavres“ erweitert das belgisch-französische Regieduo nun seinen Blick und bedient sich vornehmlich bei Italo-Western sowie den Poliziottesco genannten, oft extrem brutalen italienischen Polizeifilmen der 1970er Jahre. Dabei reihen Cattet und Forzani erneut etliche wunderbar-exzessive Einzelmomente und Stilmittel aneinander, aber nach einer Weile beginnt man sich dann doch zu fragen, wieviel des Guten dann womöglich doch zu viel des Guten ist.

Im Gegensatz zu den noch stärker experimentellen Vorgängern hat „Laissez Bronzer Les Cadavres“ zumindest den Anflug von etwas, das man Story nennen könnte: Die Malerin Luce (Elina Löwensohn, „Schindlers Liste“) lebt auf Korsika in einer auf einem Hügel gelegenen Burgruine. Neben ihrem Liebhaber Bernier (Marc Barbe) wohnt dort auch der Gangster Rhino (Stéphane Ferrara), der mit seinen Kumpanen gerade einen blutigen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt hat. Die Polizei in Gestalt von zwei in schweres dunkles Leder gekleideten Motorrad-Cops ist den Verbrechern dicht auf den Fersen. Es kommt zu einem Shootout, der die ganze folgende Nacht hindurch andauern wird.

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