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Luz

Mystery / Horror

Deutschland 2018 D/Sp/d 70min

In einer versifften Bar trifft der Polizeipsychologe Dr. Rossini (Jan Bluthardt) eines Nachts auf die geheimnisvolle Nora (Julia Riedler). Diese erzählt ihm von ihrer besten Freundin Luz (Luana Velis), die eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat. Nach einem schweren Unfall ist sie nicht mehr dieselbe und Nora bittet ihre Bekanntschaft, hinter Luz‘ Geheimnis zu kommen. Als Dr. Rossini wenig später zur Polizeiwache gerufen wird, findet er dort die traumatisierte Luz vor. Mithilfe von Hypnose will er sich in ihre Psyche hineinversetzen und die Minuten vor dem Unfall rekonstruieren. Dieses Vorhaben gelingt tatsächlich, doch plötzlich ereignen sich vor den Augen von Rossinis Kollegin Bertillon (Nadja Stübiger) und dem Übersetzer Olarte (Johannes Benecke) grauenvolle Ereignisse. Ohne sein Wissen hat Nora einen Dämon in Dr. Rossini übertragen und der hat mit Luz nun seine ganz eigenen Pläne.

Diese Synopsis fasst allenfalls grob zusammen, worum es in „Luz“ inhaltlich geht - und es wäre nicht verwunderlich, wenn Zuschauer im Anschluss an den Film ganz andere Schwerpunkte setzen würden. Ohnehin geht es bei „Luz“ im Wesentlichen um die Inszenierung und weniger um die Story. Das wird bereits in der allerersten Szene deutlich, als sich eine junge Frau, von der wir später erfahren, dass es die titelgebende Luz ist, im Schneckentempo ins Bild schleicht - zunächst zu dem penetranten Knistern einer leerlaufenden Schallplatte und anschliessend zu einer simplen Synthie-Tonabfolge, die dem Zuschauer mit voller Wucht ins Gehirn hämmert. Obwohl die immer noch schleichende Frau nichts anderes tut, als sich am Snackautomaten einer Polizeiwache etwas zu trinken zu holen, zieht einen „Luz“ allein schon durch dieses anachronistische Zusammenspiel aus harmloser Bildabfolge und bedrohlicher Klangkulisse sofort in seinen Bann.

Die einprägsame, immer wieder ebenso spannende wie unheilvolle Akzente Bedrohlichkeit setzende Musik von Komponist Simon Waskow sowie die kontrast- und farbenreichen Bildsprache von Kameramann Paul Feitz sorgen schon auf audiovisueller Ebene dafür, dass der Bezug von „Luz“ zum italienischen Horrorkino vergangener Dekaden klar auf der Hand liegt. Wenn man sich in Liebhaberkreisen längst zu Klassikern avanciete Filme wie Lamberto Bavas „Delirium“ ins Gedächtnis ruft, dann passen sogar die betont hölzern-unnatürlichen, bisweilen jede Menge Fragezeichen hinterlassenen Dialoge perfekt ins Bild, wenn sie das ohnehin schon abgedrehte Leinwandgeschehen noch eine Spur kurioser wirken lassen. Wenn sich Dr. Rossini etwa in das Unterbewusstsein seiner durch einen Autounfall schwer traumatisierten Patientin Luz hineinversetzt, springt die Handlung immer wieder zwischen dem Verhör auf der Wache und dem Unfall im Taxi hin und her. Zunächst lassen sich die Erzählebenen noch klar voneinander unterscheiden, doch je weiter „Luz“ voranschreitet, umso stärker verschwimmen die Grenzen, bis man schlussendlich überhaupt nicht mehr weiss, ob man sich als Zuschauer nun gerade auf der Wache oder im Taxi befindet.

Dennoch ist vor allem der grandios exzentrisch aufspielende Jan Bluthardt („Tatort: Der Tod ist unser ganzes Leben“), dessen Hemmungslosigkeit den Film bis zur Schluss prägt. Die regelmässigen Ausraster des Psychologen Dr. Rossini sorgen nicht bloss bei seinen Kollegen Bertillon und Olarte für Entsetzen, ihre wachsende Furcht überträgt sich auch auf das Publikum. Irgendwann steht nur noch die Frage im Raum, wie weit dieser Irre da wohl noch gehen wird, um – beflügelt von seinem inneren Dämon – an jenes Wissen zu gelangen, auf das er es abgesehen hat. Was Luz‘ aufsehenerregende Vorgeschichte in einem chilenischen Kloster damit zu tun hat, welchen Verdienst die mysteriöse Nora an den Ereignissen trägt und wie der Unfall überhaupt zustande kam, beantwortet Tilman Singer am Ende allenfalls vage und lässt stattdessen viele Fragen offen. Das macht aber nichts, denn letztlich verstärkt das nur die albtraumhafte Vision und den surrealistischen Rausch, in dem die Bilder, die Geräusche und die Story hier zu einer Einheit verschmelzen, in der das eine nicht ohne das andere funktioniert.

Fazit: Regie-Newcomer Tilman Singer gelingt mit „Luz“ ein hochästhetischer Thriller im Stile klassischer italienischer Horrorfilme, in dem sich die Musik, die Bilder und die betont lückenhafte Story zu einem beispiellosen Faszinosum zusammenfügen.

filmstarts.de

 

 

El Ángel

Drama / Biografie

Argentinien / Spanien 2018 Sp/d 104min

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Der Argentinier Carlitos (Lorenzo Ferro) ist 17 Jahre alt. Seine Kicks holt er sich durch gelegentliche Einbruchstouren. Als er seinen neuen Mitschüler Ramón (Chino Darín) kennenlernt, fasziniert der ihn sofort. Der Junge stammt aus gutem Hause und hat einen drogensüchtigen Vater, José (Daniel Fanego), der Carlitos’ Talent in Sachen Raubzüge rasch erkennt. Es dauert nicht lange, da arbeiten beide bestens zusammen. Als Carlitos und Ramón während eines Raubzuges von einem alten Mann überrascht werden, schiesst Carlitos auf ihn. Aber ein Kollateralschaden wie dieser ist dem Teenager egal. Immer weiter eskalieren ihre Taten. Eines Tages wird Carlitos festgenommen. Aufgrund seines Aussehens und seiner jugendlichen Gesichtszüge bezeichnet ihn die Presse als „Engel des Todes“ und er wird wegen seiner Schönheit zur Berühmtheit.

Er kommt aus gutbürgerlichem Hause, ist Mamas Liebling, spielt Klavier, hat Charme, ein Engelsgesicht und eine süsse Freundin. Doch der Eindruck täuscht. Denn der 17-jährige Carlitos hat es faustdick hinter den Ohren. Sein Taschengeld bessert der Schüler mit Diebestouren auf. Dabei geht es ihm nicht nur ums Geld: Der draufgängerische junge Mann, dem zu Hause oft langweilig ist, mag einfach den Kick des Verbotenen.

Eines Tages lernt Carlitos seinen Mitschüler Ramon kennen und ist sogleich von ihm fasziniert. Im Unterschied zu ihm stammt Ramon aus einer Unterschichts-Familie, sein Vater ist Ex-Junkie und Kleinkrimineller, der Carlitos' Diebestalent bald erkannt und fördert. Fortan gehen sie zu dritt auf Diebestour. Es dauert nicht lange, da gibt's die ersten Kollateralschaden in Form von Todesopfern zu beklagen. Carlitos kümmert dies aber nicht gross. Dafür hat er heimlich ein Auge auf seinen besten Freund geworfen.

Darf man hier lachen? Schliesslich handelt es sich bei El Angel um das Porträt eines mehrfachen Mörders, der im realen Leben noch immer hinter Gittern sitzt. Der Film von Luis Ortega pfeift auf Konventionen und moralische Bedenken und macht aus dem Stoff stattdessen einen knalligen Coming-of-Age-Gangsterfilm. Wenn er dabei ganz leicht über die Grenzen des guten Geschmacks zielt, ist das Programm.

outnow.ch

 

 

Mega Time Squad

Komödie / Action

Neuseeland 2018 E/d 79min

In der Kleinstadt Thames schlägt der halbstarke Johnny (Anton Tennet) sich als Kurier für Geld und anderen Kleinkram durch; sein Lebensziel: Karate lernen, Pizza essen, irgendwie wie die Ninja Turtles leben. Aber bislang lebt er in einer Garage, aus der er unversehens rausgeschmissen wird, und erfüllt halt kleine Aufträge für den lokalen Gangster Shelton (Jonny Brugh). Aber dann soll er auf einmal ein grösseres Ding drehen: Zusammen mit seinem Kumpel Gaz (Arlo Gibson) soll er in einem chinesischen Antiquitätenladen eine Tasche mit Geld klauen, um so einer neuen Gang, die sich in Sheltons Territorium breitmachen will, gleich mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Der Überfall geht dann überraschend einfach; Johnny lässt auch noch ein Armband mitgehen, vor dessen Verwendung ihn allerdings der alte chinesische Ladenbesitzer noch ausdrücklich warnt – denn, wie sich kurz danach herausstellt, kann Johnny damit jeweils einen kurzen Moment in der Zeit zurückreisen und so nicht nur Verfolgern entkommen, sondern sich sogar selbst warnen und, wenn nötig, helfen. Bitter nötig hat Johnny das allemal: Denn nicht nur ist ihm ein Gangster von den Triaden auf der Spur, der das Geld wiederbeschaffen will, Johnny hat auch noch versucht, Shelton zu betrügen und hat jetzt jede Menge Ärger mit allen Beteiligten.

Van Dammen lässt seinen Protagonisten mit Karacho in die Probleme rennen, die dieser vor allem aus gnadenloser Selbstüberschätzung selbst provoziert; dabei untergräbt er Johnnys Macho-Posen und seine Pseudo-Coolness immer wieder mit allen filmischen Mitteln – abbrechende Musik, ironische Auflösungen oder einfach wenig subtile Brechungen. Eine ausführliche Filmmontage, in dem Johnny sich mit einem Freund auf einen Kampf vorbereitet, wird mit aufputschender Musik unterlegt, endet aber damit, dass beide sich noch schnell einen Happen zu essen kaufen und kauend auf der Strasse stehen.

Dass Mega Time Squad nicht nur zusammen mit dem Genuss leichter Halluzinogene funktioniert und stellenweise wirklich witzig ist, liegt daran, dass der Film auch wesentlich subtilere Scherze kennt und einen Sinn für absurde Momente hat. Nicht zuletzt lässt Tennet sich auch in seinem Spiel genussvoll darauf ein, am Ende in drei-, vier-, fünffacher Ausführung im Raum zu stehen. Johnnys Leben, so viel darf man verraten, wird dadurch auch nicht wirklich einfacher.

kino-zeit.de

 

 

Dragged Across Concrete

Krimi / Drama

USA / Kanada 2018 E/d 159min

Bulwark, USA: Die Polizisten Ridgeman (Mel Gibson) und Anthony (Vince Vaughn) werden vom Dienst suspendiert, als ein Video publik wird, in dem die beiden einen lateinamerikanischen Kriminellen schikanieren und dabei mit rassistischen Anfeindungen nicht hinterm Berg halten. Ridgeman beschliesst, für einen einzigen Job die Seiten zu wechseln und sich selbst die Taschen zu füllen. Er will den Gangster Vogelmann (Thomas Kretschmann) und seine Crew um ihre Beute erleichtern. Dazu holt er sich einen Tipp von seinem Untergrund-Kontakt Friedrich (Udo Kier). Als er Anthony in seinen Plan einweiht, will der zuerst nichts davon wissen, legt sich dann aber doch mit auf die Lauer. Mit Sandwiches bewaffnet spionieren sie die Kriminellen aus. Es dauert nicht lange bis die Situation völlig eskaliert. Während der sadistische Vogelmann eine Schneise der Verwüstung durch Bulwark zieht, verschieben auch die beiden Ex-Cops ihre moralischen Grenzen stetig um ein paar Meter.

„Ich wusste nicht, dass ich Rassist bin, bis wir hier hergezogen sind“, erklärt die an Multipler Sklerose erkrankte Ex-Polizistin Melanie (Laurie Holden) ihrem noch immer als Cop arbeitenden Ehemann Brett Ridgeman (Mel Gibson), nachdem ihre gemeinsame Tochter Sara (Jordyn Ashley Olson) auf dem Heimweg von der Schule erneut von einer Gruppe schwarzer Jugendlicher belästigt und mit Limonade übergossen wurde. Für den frustrierten Brett ist diese vermeintliche kosmische Ungerechtigkeit der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und so trifft er die Entscheidung, selbst vom Cop zum Kriminellen zu werden, um seiner Familie das bieten zu können, was sie seiner Meinung nach verdient.

In dem filmischen Universum, das der für seine knüppelharte Genrekost berüchtigte S. Craig Zahler in „Dragged Across Concrete“ erschafft, wird zwar ständig mit der Moral und ihrer Einhaltung gerungen, aber am Ende ist doch alles asphaltschwarz. Nach „Bone Tomahawk“ und „Brawl In Cell Block 99“ rückt Zahler auch in seiner dritten Regiearbeit keinen Deut von seiner nihilistischen Linie ab und liefert einen rohen, zynischen, mit krassen Gewaltspitzen gewürzten Thriller ab, dessen Welt ebenso gnadenlos ist wie die Figuren. In der fiktiven Stadt Bulwark (übersetzt: Bollwerk), in der jeder arm ist, aber der Mammon regiert, präsentiert Zahler einen Machismo getränkten Heist-Plot, der zu gleichen Teilen als ethische Versuchsanordnung, intensives Charakter-Drama, grandios-geduldig inszeniertes Spannungskino, politische Korrektheit mit Füssen tretende Provokation und vor allem in den Gewaltszenen absurd überhöhter Exploitation-Trash funktioniert.

Mit Mel Gibson und Vince Vaughn hat sich S. Craig Zahler zwei Hollywoodstars als Brutalo-Cops vor die Kamera geholt, die einem liberalen Publikum auch schon ohne die Verfehlungen ihrer Figuren einen Schauer über den Rücken jagen. Gibson ist mittlerweile ja fast schon bekannter für seine rassistischen und antisemitischen Ausfälle als für seine grossen Rollen in Klassikern von „Mad Max“ bis „Braveheart“. Und Vaughn hat sich sicher auch nicht nur Freunde gemacht, als er Donald Trump in seinem Präsidentschaftswahlkampf unterstützt hat. In „Dragged Across Concrete“ verkörpern sie zugleich (nur leicht) überhöhte Versionen ihrer öffentlichen Persona, unterlaufen diese aber zugleich auch. Ihr ständiges Ringen um die eigenen ethischen Grenzen ist stellenweise richtig berührend, bis hin zum knallhart-konsequenten, dabei zugleich aber auch mit einer unverkennbaren, an der Grenze zur Karikatur kratzenden Macho-Western-Romantik durchtränkten Showdown. Man kann das Porträt des Duos genauso gut grausam ehrlich wie absolut verachtungswürdig finden – und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Kritiken nach der Weltpremiere auf dem Filmfestival in Venedig von Machwerk bis Meisterwerk reichten.

Stellenweise wirkt das von Zahler inszenierte Bulwark wie ein Abbild jenes Amerikas, das Trump & Co. ständig heraufbeschwören, um unter ihren Wählern permanente Panik zu stiften. Ein urbanes Höllenloch, in dem jeder Passant mit einem Smartphone scheinbar mehr Macht hat als die Vertreter der Ordnungsgewalt, während das Verbrechen nach Belieben grassiert, weil die linksgrünversiffte Gesellschaft nicht Manns genug ist, um angemessen hart durchzugreifen. Ein rechtsnationalistisches Onlinemagazin hat Zahler trotz seiner im Artikel breitgetretenen jüdischen Herkunft sogar ausdrücklich dafür abgefeiert, dass endlich mal jemand „rassistische Cops als die Helden der Geschichte“ zeige. Und ein Stück weit steckt das in „Dragged Across Concrete“ auch drin. Aber der Film von Zahler, der sich selbst konsequent jeder politischen Einordnung verweigert, ist viel komplexer als das. „Dragged Across Concrete“ ist schliesslich weniger Zelebration als Provokation – und die geht tatsächlich so weit, dass man den Film nach dem Rollen des Abspanns eine ganze Zeit lang kaum mehr loswird.

filmstarts.de

 

 

Last House on Dead End Street

Horror

USA 1977 E 74min

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Terry Hawkins wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und beschliesst, Filmemacher zu werden. Da der Markt für Pornos ihm zu ausgelutscht erscheint, beschliesst er, Snuff-Filme zu drehen. Er stellt ein Team aus gescheiterten Filmemachern und Pornodarstellerinnen zusammen und dreht erste Aufnahmen, die er der wohlhabenden Gesellschaft vorführt. Seinem Produzenten Steve Randell geht das alles zu weit. Daher beschliesst Terry, ihn und seine Frau zu kidnappen und zu quälen. Während seine Frau bei lebendigem Leib ausgeweidet wird, wird er gezwungen, an einem abgeschlagenen Rehhuf Oralverkehr zu simulieren. Anschließend wird er getötet. Ein Bildschirmtext informiert den Zuschauer anschliessend, dass das gesamte Filmteam später zu 999 Jahren Haft verurteilt worden sei.

Der Film galt lange Jahre als Mythos. Es waren diverse Bootlegs im Umlauf, die entweder streng limitiert waren oder eine extrem schlechte Bildqualität aufwiesen. 2002 erschien dann eine DVD-Version von Barrell Entertainment, die den Mythos widerlegte. Auf der DVD befand sich Making-of-Material und frühe Werke von Filmemacher Watkins, die ihn aus einer anderen Perspektive zeigen. Das Originalbildmaterial befand sich auf Super 8 und ist durch die lange Lagerung heute verschmutzt, daher ist die Bild- und Tonqualität neuerer Veröffentlichungen nicht besonders gut.

Bedingt durch den Mythos, der um den Film entstand, handelte es sich lange Jahre um einen sehr gesuchten Horrorfilm, der jedoch nur drei explizite Szenen zeigt: eine sehr lange Ausweidung, den Oralverkehr mit dem Tierhuf sowie eine Szene, bei der ein Mann eine nackte Frau auspeitscht. Mit ähnlichen Filmen wie Wizard of Gore (1970), der Guinea-Pig-Reihe oder Bloodsucking Freaks (1976) trug Last House on Dead End Street zum Snuff-Mythos bei.

„LAST HOUSE ON DEAD END STREET ist ein aus den Tiefen des Undergrounds kommendes, verstörendes Stück (Pseudo-)Snuff-Theater, welches in Splatterkreisen einen legendären Ruf besitzt. Und der Film hat ein Tripel an derben, alles verheerenden Szenen in der Hinterhand, die diesen Ruf auch gerechtfertigen. Mit kranker, räudiger Atmosphäre, einem Nullunterhaltungswert und den vielen zähen Passagen macht es Roger Watkins dem Zuschauer allerdings leicht, sein Werk zu hassen. Auch ich mochte den Film anfangs nicht, doch mittlerweile bin ich der Meinung, dass LAST HOUSE ON DEAD END STREET auf eine unbequem perverse Weise kraftvoll ist und dass man Watkins Mut zur Grenzauslotung einfach anerkennen muss.“

– Christian Ade: Filmtipps.at

„Fraglos zu den scheusslichsten Beiträgen zum Thema Hölle im Haus gehört das durch und durch menschenfeindliche Last House on Dead End Street (1977) (…) Der Film bezieht einen Grossteil seiner Schockwirkung daraus, dass die Grenzen zwischen Aufnahme, Anstiftung zur und Teilnahme an der Gewalt verschwimmen.“

– Chas Balun: Euch spuck ich ins Gesicht. Bissige Filme

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