Color out of Space

Color out of Space

Sci-Fi / Thriller / Horror

USA 2019 E/d 114min

 

Verfilmung der Sci-Fi-Kurzgeschichte „Color Out of Space“ von H.P. Lovecraft. Im Mittelpunkt steht die Familie Gardner, die auf eine abgelegene Farm in New England zieht, um so dem Trubel des 21. Jahrhunderts zu entkommen. Mit dem Umzug und dem Aufbau eines neuen Lebens haben sie bereits alle Hände voll zu tun, doch dann stürzt auch noch ein Meteorit auf ihrem Grundstück ab. Dieser bohrt sich in die Erde und rund um das Gestein nimmt das Leben plötzlich seltsame Farben an. Doch damit nicht genug: Jede Lebensform, die mit dem Meteoriten in Berührung kommt, mutiert… so auch die Familienmitglieder selbst.

Die Familie Gardner lebt mitten im Wald in ihrem Einfamilienhaus. Mutter Theresa (Joely Richardson) erledigt Börsengeschäfte übers Internet, Vater Nathan (Nicolas Cage) kümmert sich um eine kleine Herde von Alpakas und die drei Kinder Lavinia (Madeleine Arthur), Jack (Julian Hilliard) und Benny (Brendan Meyer) gehen ihren eigenen Interessen nach. Das ruhige Leben wird jäh gestört, als eines Abends ein Meteorit auf dem Grundstück der Gardners einschlägt.

Das Gestein aus den Weiten des Alls schimmert lila und gibt einen ungewöhnlichen Geruch von sich. Schon bald häufen sich die seltsamen Vorkommnisse um die Einschlagstelle. Es wachsen neuartige Blumen, mit dem Wasser scheint nicht mehr alles in Ordnung zu sein und der Familienhund beginnt sich komisch zu benehmen. Doch dies ist erst ein Vorgeschmack auf den Wahnsinn, den die Gardners in den kommenden Tagen erleben werden. Ein unaussprechlicher Albtraum beginnt.

Richard Stanley schickt in seiner H.P.-Lovecraft-Adaption eine Familie um Nicolas Cage auf einen absoluten Horror-Trip, der in der letzten halben Stunde so richtig abgefahren wird. Der Film wirkt zwischendurch wie eine Mischung aus The Thing und Annihilation, doch dank einigen Lachern und dem halluzinogenen Bilderrausch muss Stanley den Vergleich nicht scheuen. Zwar bangt man nicht wirklich mit den Figuren mit, doch geht es hier in erster Linie nicht darum, wem hier was wiederfährt, sondern was für schräge Sachen sich Regisseur Stanley ausgedacht hat. Das funktioniert für zwei recht kurzweilige Stunden.

outnow.ch