El Ángel

El Ángel

Drama / Biografie

Argentinien / Spanien 2018 Sp/d 104min

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Der Argentinier Carlitos (Lorenzo Ferro) ist 17 Jahre alt. Seine Kicks holt er sich durch gelegentliche Einbruchstouren. Als er seinen neuen Mitschüler Ramón (Chino Darín) kennenlernt, fasziniert der ihn sofort. Der Junge stammt aus gutem Hause und hat einen drogensüchtigen Vater, José (Daniel Fanego), der Carlitos’ Talent in Sachen Raubzüge rasch erkennt. Es dauert nicht lange, da arbeiten beide bestens zusammen. Als Carlitos und Ramón während eines Raubzuges von einem alten Mann überrascht werden, schiesst Carlitos auf ihn. Aber ein Kollateralschaden wie dieser ist dem Teenager egal. Immer weiter eskalieren ihre Taten. Eines Tages wird Carlitos festgenommen. Aufgrund seines Aussehens und seiner jugendlichen Gesichtszüge bezeichnet ihn die Presse als „Engel des Todes“ und er wird wegen seiner Schönheit zur Berühmtheit.

Er kommt aus gutbürgerlichem Hause, ist Mamas Liebling, spielt Klavier, hat Charme, ein Engelsgesicht und eine süsse Freundin. Doch der Eindruck täuscht. Denn der 17-jährige Carlitos hat es faustdick hinter den Ohren. Sein Taschengeld bessert der Schüler mit Diebestouren auf. Dabei geht es ihm nicht nur ums Geld: Der draufgängerische junge Mann, dem zu Hause oft langweilig ist, mag einfach den Kick des Verbotenen.

Eines Tages lernt Carlitos seinen Mitschüler Ramon kennen und ist sogleich von ihm fasziniert. Im Unterschied zu ihm stammt Ramon aus einer Unterschichts-Familie, sein Vater ist Ex-Junkie und Kleinkrimineller, der Carlitos' Diebestalent bald erkannt und fördert. Fortan gehen sie zu dritt auf Diebestour. Es dauert nicht lange, da gibt's die ersten Kollateralschaden in Form von Todesopfern zu beklagen. Carlitos kümmert dies aber nicht gross. Dafür hat er heimlich ein Auge auf seinen besten Freund geworfen.

Darf man hier lachen? Schliesslich handelt es sich bei El Angel um das Porträt eines mehrfachen Mörders, der im realen Leben noch immer hinter Gittern sitzt. Der Film von Luis Ortega pfeift auf Konventionen und moralische Bedenken und macht aus dem Stoff stattdessen einen knalligen Coming-of-Age-Gangsterfilm. Wenn er dabei ganz leicht über die Grenzen des guten Geschmacks zielt, ist das Programm.

outnow.ch