Tragedy Girls

Tragedy Girls

Komödie / Horror

USA 2017 E/d 90min

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Die besten Freundinnen Sadie Cunningham (Brianna Hildebrand) und McKayla Hooper (Alexandra Shipp) versuchen, ihren Social-Media-Ruhm zu pushen, indem sie als Amateuer-Kriminal-Reporterinnen von den Taten eines Serienkillers berichten, der in ihrer Heimatstadt sein Unwesen treibt. Als sie es dann jedoch schaffen, den Killer selbst gefangen zu nehmen und ihn sogar als ihre Geisel behalten und nicht der Polizei übergeben, realisieren sie, dass sich am einfachsten über Morde berichten lässt, wenn man sie selbst begeht. Als Tragedy Girls werden sie über Nacht zur Sensation, während in ihrer Heimat die Panik aufgrund des neuen Killers um sich greift.

Irgendwie ist in dem Kaff doch nie was los. Und das ist für Sadie Cunningham (Brianna Hildebrand) und McKayla Hooper (Alexandra Shipp) ziemlich schlimm. Worüber sollen sie denn bloggen, wenn nichts passiert? Schön, es gibt da diesen Serienmörder (Kevin Durand), der sein Unwesen treibt. Aber der tritt viel zu selten in Erscheinung, als dass die beiden Mädels richtig davon profitieren könnten. Also tun sie, was Frau tun muss: Die entführen den Massenmörder einfachen und wollen ihn zwingen, sie ihrerseits das Morden zu lehren. Denn dann hätten sie immer genug Stoff, über den sie schreiben können. Was sich in der Theorie so einfach anhörte, ist es in der Praxis jedoch nicht. Zumal die beiden sich immer wieder in die Haare bekommen, weil Sadie in ihren Mitschüler Jordan (Jack Quaid) verknallt ist – ausgerechnet der Sohn des örtlichen Polizeichefs.

Nicht ohne mein Smartphone! Dass die Jugendlichen von heute ohne ihr digitales Zweitleben nicht mehr auskommen, sich alles nur noch um virtuelle Bewunderung dreht, darüber haben sich auch andere Filmemacher lustig gemacht. Kevin Smith beispielsweise, der in dem wenig komischen Yoga Hosers immerhin dafür ein paar Lacher bekam. Regisseur und Co-Autor Tyler MacIntyre geht bei seinem zweiten Spielfilm aber noch ein gehöriges Stück darüber hinaus. In Tragedy Girls ist diese Sucht nicht nur eine Begleiterscheinung, die in ein paar Zwischengags thematisiert wird. Hier steht sie am Anfang, ist die Quelle allen Übels.

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