After Midnight

After Midnight

Horror / Drama

USA 2019 E/d 83min

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Eigentlich hatten sich Hank (Jeremy Gardner) und seine Freundin Abby (Brea Grant) ein beschauliches Leben in einem abgelegenen Teil Floridas aufgebaut. Für Hank schien alles gut. Als Abby eines Tages aber spurlos verschwindet und lediglich eine kryptische Notiz hinterlässt, ist Hank am Boden zerstört. Während er versucht, herauszufinden, wo Abby hingegangen ist, wird er mit einem neuen Problem konfrontiert: Eine monströse Kreatur scheint im umliegenden Wald ihr Unwesen zu treiben und des Nachts in Hanks Haus eindringen zu wollen. Ob dieses bösartige Wesen in Zusammenhang mit dem Verschwinden von Abby steht?

Nach zehn Staffeln „The Walking Dead“ sowie zahllosen Zombie-Filmen im (Heim-)Kino sind wir inzwischen alle bestens darauf vorbereitet, wie man eine Untoten-Apokalypse überlebt – zumindest was solche Survival-Aspekte wie die passende Bewaffnung angeht. Welche psychologischen Herausforderungen so eine Extremsituation mit sich bringt und wie man diesen am besten begegnen kann, bleibt in den meisten Genre-Vertretern allerdings aussen vor. „Ben & Mickey Vs. The Dead“ war 2012 allerdings eine erfrischende Ausnahme, denn hier haderten zwei ungleiche Männer weniger mit den Zombies als vielmehr mit der eigenen Einsamkeit sowie unerfüllten (sexuellen) Bedürfnissen.

Der passionierte Hobby-Jäger Hank und seine Freundin Abby leben seit vielen Jahren ziemlich glücklich in einem abgelegenen Haus in der Provinz von Florida zusammen. Eines Tages hinterlässt Abby jedoch eine kurze, kryptische Notiz in der Küche – und verschwindet daraufhin spurlos. Hank verzweifelt zunehmend, auch weil sämtliche seiner Anrufe von Abby unbeantwortet bleiben. Stattdessen bekommt er kurze Zeit später jeden Abend ungebetenen Besuch von einer raubtierhaften Kreatur, die versucht, ins Haus zu gelangen. Mit Waffengewalt stellt sich Hank dem Eindringling entgegen – doch niemand im Ort glaubt ihm, dass das Monster tatsächlich existiert...

„After Midnight“ feierte seine Premiere bereits im April 2019 auf dem Tribeca Film Festival – damals allerdings noch unter dem Titel „Something Else“. Der passt eigentlich auch ganz gut, denn diese tatsächlich andere Horror-Wundertüte lässt sich tatsächlich nur schwer in die gängigen Genreschubladen einordnen: Wie schon in „Ben & Mickey Vs. The Dead“ hat Jeremy Gardner neben dem Drehbuch auch die Regie (gemeinsam mit Christian Stella) sowie die Hauptrolle übernommen – und liefert dabei einen erfrischend gegen den Strich gebürsteten Film ab. „After Midnight“ spielt geschickt mit den konventionellen Erwartungen an einen Horrorstreifen, die Gardner immer wieder genüsslich unterläuft.

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